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Arnica 21. Juni 2007 - 22. November 2008

Die Renovierung des Vogelzimmers brachte mich dazu, ein weiteres Weibchen für meine männlichen Wellensittiche zu suchen. Letztendlich ergab sich durch Zufall eine "Hendlrettung". Arnica kam zusammen mit einem verfetteten Männchen, sie selbst ein Rupfhuhn.
Das Pärchen wurde von der ARGE Papageienschutz gemeinsam mit zwei Nymphensittichen aus einem Altersheim gerettet.

Arnica hauste anfangs noch in meinem Flugkäfig, dessen Türchen aber offen standen. Sie machte einen schwächlichen Eindruck und purzelte im Käfig oft nach unten. Erst am nächsten Tag traute sie sich aus dem Käfig.
Auch sie konnte anfangs nicht fliegen, lernte es aber nach einigen Wochen zumindest soweit, daß sie die Leiter nur noch selten benötigte. Etwa ein Jahr nachdem sie bei mir lebte, begann sich die Selbstrupferei massiv zu verschlimmern. Arnica riß an sich herum und rupfte sich blutig, sogar die großen Schwanzfedern fehlten.

Nachdem ein Tierarzt organische Ursachen ausgeschlossen hatte, versuchte ich es nochmals mit Vitaminpräparaten und gab ihr Zeit. Zunächst schienen die Tropfen zu wirken, aber bereits zwei Monate später war es so schlimm wie zuvor und wurde täglich schlimmer. Arnica verbrachte die Abende damit, sich alle paar Minuten selbst zu verletzen und zu schreien.
So beschloß ich schließlich, sie zu erlösen.

Leider hatte sie nur kurze Zeit ein relativ schönes Leben. Sie war jedoch durch ihre Vorgeschichte, die ich nicht einmal kenne, so geschädigt, daß auch ein Leben mit Freiflug und Schwarm sie psychisch nicht mehr gesund machen konnte.

Arnika montana ist zu deutsch die recht bekannte Arnika.
(Photo: © Robert Flogaus-Faust)


Arnica
Arnica, nach 2 Wochen, 2007

Aladdin und Arnica
Aladdin und Arnica, am ersten Tag, 2007

Arnica montana
Arnica montana
(mit freundlicher Genehmigung
von Robert Flogaus-Faust)

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