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| Keimfutter Gleich vorweg: Keimfutter ist unter Papageienhaltern umstritten. Zum einen wird erklärt, daß Keimfutter keineswegs dem Entwicklungsstadium der halbreifen Samen entspricht, die natürlicherweise aufgenommen werden. Zum andern wird immer wieder das Problem der Verpilzung aufgezeigt. Vorteile und Nachteile von Keimfutter Dier hier aufgezeigten Einwände haben ihre Berechtigung: Aus Samen keimende Sprossen befinden sich auf einer vollkommen anderen Entwicklungsstufe als kurz vor der Reife stehende Samen. Gequollene oder junge Pflänzchen enthalten daher ganz andere, aber ebenfalls wertvolle Inhaltsstoffe. Man muß sich nur im klaren sein, daß das eine das andere nicht ersetzen kann. Der oftmals viel häufiger gebrachte Einwand, daß Keimfutter nur allzuoft schimmelt und daher gerade für Papageienvögel eine besondere Gefahr darstellt, ist ebenfalls berechtigt: Alle Papageien und Sittiche reagieren äußerst empfindlich gegenüber Schimmelpilzen, da sie hierfür keine eigenen Abwehrmechanismen besitzen. Des weiteren habe ich die Erfahrung gemacht, daß Keimfutter vor allem weibliche Wellensittiche enorm in Brutstimmung bringen kann, was oftmals unerwünscht ist. So wertvoll Keimfutter als Ergänzungsfutter auch sein mag - wer immer sich unsicher fühlt bezüglich der hauseigenen Herstellung, dem sei besser geraten, die Finger davon zu lassen. Ein großer Vorteil von Keimfutter ist, daß es nicht, wie trockenes Futter, erst im Kropf quellen muß, da die zusätzliche Wasseraufnahme nicht notwendig ist. Dies hat im Wesentlichen zwei Effekte: Wer diese Vorteile nutzen und selbst Keimfutter zubereiten will, dem möchte ich meine Anleitung zum Selbermachen anbieten. Die Herstellung von Keimfutter Folgende Mischung verwendete ich zur Herstellung von Keimfutter:
Die nasse Samenmischung wird zugedeckt stehen gelassen. Ich verwende
dazu kleinere Tupperware-Dosen mit Deckel.
Es ist ständig zu kontrollieren, ob sich Schimmelkeime gebildet
haben. In diesem Fall ist das Futter sofort wegzuwerfen.
Dieses Rezept ist selbstverständlich nicht alleingültig und kann vielfach abgewandelt werden. Manche lassen die Samen nur 24 Stunden keimen, andere dagegen drei Tage. Auch die Zusammensetzung der Futtermischung kann man ändern. Weitere wertvolle Tipps und Hinweise für Keimfutter sind auf Birds Online zu finden. Ein ähnliches und sehr ausführliches Rezept für Prachtfinkenfutter hat Dirk Kuypers entworfen. | ||
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